Ablauf des Phenol-Peelings

Ablauf des Phenol-Peelings

Das Phenol-Peeling ist eine der wirkungsvollsten Methoden zur tiefgreifenden Hautverjüngung. Es erzielt Ergebnisse, die weit über die von herkömmlichen Peelings hinausgehen. Da es sich jedoch um einen medizinischen Eingriff handelt, sind eine präzise Vorbereitung, eine fachgerechte Durchführung und eine gezielte Nachsorge erforderlich. Genau deshalb ist es wichtig, den Ablauf der Behandlung zu kennen und zu verstehen.

Im Haus der Schönheit begleiten wir Dich professionell durch jede Phase: von der ersten Hautanalyse über die individuelle Vorbereitung bis hin zur Durchführung unter ärztlicher Aufsicht und der anschließenden Heilungsphase. 
In diesem Überblick zeigen wir Dir, wie die Behandlung Schritt für Schritt abläuft – damit Du gut vorbereitet, entspannt und mit einem sicheren Gefühl in Deinen persönlichen Hauterneuerungsprozess starten kannst.

Vorbereitung

Anamnese und Aufklärung

Bevor die Behandlung geplant wird, erfolgt eine gründliche medizinische Anamnese. Dr. Jörg Dabernig prüft dabei deinen Hauttyp, deinen allgemeinen Gesundheitszustand und mögliche Vorerkrankungen, insbesondere im Bereich Herz, Leber und Nieren. Auch bestehende Medikamenteneinnahmen werden berücksichtigt, da bestimmte Wirkstoffe mit der Phenol-Behandlung nicht kompatibel sind oder das Risiko für Komplikationen erhöhen können. Das Ziel besteht darin, etwaige Gefahren frühzeitig zu erkennen und die Behandlung individuell anzupassen. Zudem wirst du umfassend über den Ablauf, mögliche Reaktionen und die zu erwartenden Ergebnisse aufgeklärt.

Vorbehandlung der Haut

Um die Haut optimal auf das Phenol-Peeling vorzubereiten und Nebenwirkungen zu minimieren, beginnt bereits einige Wochen vor dem eigentlichen Termin eine gezielte Vorbehandlung. Dazu zählen die Anwendung von Retinoiden, welche die Hauterneuerung anregen, sowie Bleichcremes, die für eine gleichmäßige Aufhellung der Haut sorgen. Falls notwendig, werden auch antivirale Medikamente eingesetzt, um Herpesreaktionen vorzubeugen. Diese Phase stellt sicher, dass die Haut sich in bestmöglichem Zustand für die tiefe chemische Wirkung des Peelings befindet.

Labor & EKG

Da Phenol systemisch wirken kann und eine potenziell kardiotoxische Wirkung besitzt, werden vor der Behandlung häufig ein EKG (Elektrokardiogramm) sowie eine Blutuntersuchung empfohlen – besonders bei älteren Patient:innen oder bei bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen. So wird sichergestellt, dass dein Körper die Behandlung gut verträgt und keine Kontraindikationen vorliegen.

Behandlungstag

Sedierung/Analgosedierung

Das Phenol-Peeling ist ein medizinischer Eingriff, der in der Regel unter leichter Sedierung (Dämmerschlaf) oder lokaler Anästhesie durchgeführt wird. Dadurch bleibst du während der Behandlung entspannt und schmerzfrei.

Reinigung der Haut

Vor dem Auftragen der Peeling-Lösung wird deine Haut gründlich gereinigt, desinfiziert und entfettet, um sie optimal vorzubereiten.

Auftragen des Phenols

Das Phenol wird segmentweise aufgetragen, d.h. zunächst auf die Stirn, dann auf die Wangen, das Kinn usw. So lässt sich die Einwirkzeit genau kontrollieren. Da die Wirkung sehr stark ist, wird nicht das gesamte Gesicht gleichzeitig behandelt. Die Dosierung erfolgt exakt und ist individuell abgestimmt, abhängig vom Hauttyp und Behandlungsziel.
Sobald das Phenol aufgetragen wird, reagiert die Haut unmittelbar mit dem sogenannten „Frosting“, einer weißlichen Verfärbung, die durch die Koagulation (Denaturierung) von Hautproteinen entsteht. Dieser Effekt zeigt an, dass das Peeling korrekt wirkt und der Erneuerungsprozess der Haut angestoßen wurde.

Unmittelbare Nachbehandlung

Neutralisation der Haut

Im Gegensatz zu anderen chemischen Peelings muss Phenol nicht mit Wasser oder sonstigen Substanzen neutralisiert werden. Die Wirkung entsteht durch eine kontrollierte Gewebekoagulation, die von selbst zur Ruhe kommt. Die Haut beginnt unmittelbar nach dem Frosting mit dem Erneuerungsprozess.

Verband und Schutz

Nach dem Peeling wird in der Regel ein okklusiver Verband auf die behandelten Bereiche gelegt, um die Haut zu schützen und die Wundheilung zu fördern. Alternativ können auch spezielle Salben eingesetzt werden, die die Heilung unterstützen.

Überwachung nach dem Eingriff

Da Phenol eine systemische Wirkung entfalten kann, wirst du nach der Behandlung in der Regel noch einige Stunden lang überwacht, insbesondere um deine Herz-Kreislauf-Funktionen zu kontrollieren. Du wirst erst nach Hause entlassen, wenn dein Zustand stabil ist.

Heilungsphase

1. Woche

In den ersten Tagen nach der Behandlung kommt es zu starken Rötungen, Schwellungen und Krustenbildungen. Die Haut ist in dieser Zeit sehr empfindlich und darf keinesfalls manipuliert werden. Es sind strenge Hygieneregeln einzuhalten: Die Haut darf nicht berührt oder gerieben werden und es darf kein Make-up verwendet werden. Auch Sonnenlicht muss unbedingt vermieden werden.

2. bis 4. Woche

Ab der zweiten Woche beginnt sich die neue Haut langsam zu zeigen. Die Rötung nimmt allmählich ab und die Haut wirkt bereits feiner und glatter. Jetzt ist eine intensive Pflege mit feuchtigkeitsspendenden Produkten sowie ein konsequenter Lichtschutz mit LSF 50+ unerlässlich, um die frische Haut zu schützen.

Langfristige Phase (3–6 Monate)

In den folgenden Monaten regeneriert sich die Dermis, also die mittlere Hautschicht, weiter. Die Haut ist in dieser Zeit oft noch leicht gerötet, wirkt jedoch bereits deutlich glatter, straffer und ebenmäßiger. Das Endergebnis zeigt sich in der Regel nach drei bis sechs Monaten und hält in vielen Fällen über Jahre hinweg an.